Klima

Irisbluetenfeld2Die relativ geringe Höhenlage (400-500 m ü. NN) und die Nähe des wärmespeichernden Bodensees bewirken ein günstiges Klima und ermöglichen den Anbau von Intensivkultur wie Obst, Wein und Hopfen.
Das Klima am Bodensee ist stark beeinflusst von der Temperatur des Sees. Als riesiger Temperaturspeicher sorgt er dafür, dass die Sommer weniger heiß und die Winter nicht so kalt sind. Als Folge des Ausgleichsklimas ist die Zahl der Tage, an denen die Lufttemperatur unter dem Gefrierpunkt bleibt, auffallend gering. Deswegen gedeihen auf der Insel Mainau – aber auch anderswo im Bodenseeraum – Pflanzen, die man sonst in diesen Breitengraden selten findet. Und es kommt auch nur im Extremfall vor, dass der See einmal zufriert, das letzte Mal 1962/63. Die Temperatur im Jahresmittel liegt zwischen 9 und 10 Grad Celsius. Die Sonnenscheindauer beträgt durchschnittlich 1.700 Std./Jahr. Im Sommer sorgen leichte Brisen für Abkühlung. Unterbrochen wird das sommerliche Schönwetter gelegentlich durch Gewitterperioden, in denen fast ein Drittel aller Niederschläge fällt. Die Jahresniederschlagsmenge beträgt ca. 900 mm, wobei die größten Mengen zwischen Mai und August zu verzeichnen sind. Die durchschnittliche Wassertemperatur im August beträgt 23 Grad.

Der Föhn:
Sehr nah und klar erscheinen uns die Alpen bei Föhnwind. Föhn entsteht, wenn sich auf der Alpennordseite ein Tiefdruckgebiet und auf der Alpensüdseite ein Hochdruckgebiet aufbaut. Dadurch bildet sich eine starke Luftströmung von Süden her über die Alpen hinweg. Die Wolken regnen auf der Alpensüdseite ab und werden auf unserer Seite wieder erwärmt. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit herrscht dann bei südlichen bis südsüdöstlichen Winden eine sehr klare Sicht.

Gewitter und Stürme:
Sehr gefährlich sind am Bodensee die Gewitter, die oft mit unvergleichlicher Härte losschlagen und in kürzester Zeit einen ungewöhnlich hohen und ruppigen Seegang aufbauen. Für diese Gewitter, die keinesfalls unterschätzt werden dürfen, existiert am Bodensee ein Frühwarnsystem mit Blinklichtern rund um den See.
Die Starkwindwarnung mit 40 Blitzen pro Minute macht auf die Gefahr des Aufkommens von Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 25 und 33 Knoten bzw. 6–8 Windstärken nach der Beaufort-Skala aufmerksam.
Die Sturmwarnung mit 90 Blitzen pro Minute kündigt die Gefahr von Sturmwinden mit Geschwindigkeiten ab 34 Knoten bzw. 8 Windstärken nach der Beaufort-Skala an.
Aufgrund der Erfahrungen, dass Sturmwinde (Gewitter, Föhn) vielfach örtlich begrenzt auftreten, ist der Bodensee in drei Warnregionen aufgeteilt:
Ostteil: Östlich der Linie Arbon – Langenargen, dazu gehören die Sturmwarnleuchten Arbon und Langenargen.
Mittelteil: Zwischen den Linien Arbon – Langenargen und Konstanz – Meersburg (Fährelinie). Dazu gehören die Meersburger und beide Konstanzer Leuchten.
Westteil: Westlich der Linie Konstanz – Meersburg, umfasst den Überlinger See und den Untersee.